Wann benötige ich ein Gebäudewertgutachten?

Benötigt wird ein Immobilienwertgutachten oder ein Gebäudewertgutachten bei Gericht oder Behörden. Häufig wird ein solches Gebäudewertgutachten zur Vorlage beim Finanzamt benötigt, wenn der vom Finanzamt festgesetzte Grundbesitzwert bei der Erbschaftssteuer überprüft werden soll.
Auch bei privatrechtlichen Auseinandersetzungen vor Gericht kann ein Immobilienwertgutachten benötigt werden. Scheidung oder Streit um die Erbschaft können hierfür Auslöser sein.

Daneben gibt es zahlreiche Situationen, beispielsweise beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie, in denen ein Gebäudewertgutachten zwar nicht gefordert ist, aber sehr hilfreich sein kann.

Makler und Verkaufsportale bieten häufig - oft auch kostenlose - Wertschätzungen. Sie sollten hierbei aber immer beachten dass Makler und Verkaufsportale i. d. R. von einer Provision leben, die umso höher ausfällt, je höher der Verkaufspreis ist. Vertrauen Sie daher auf einen unabhängigen Gutachter - sein Honorar ist eine lohnenswerte Investition.

Wann benötige ich eine Gebäudewertschätzung (Kurzgutachten)?

Immer wenn Sie das Gutachten nicht vor Gericht, beim Finanzamt oder anderen öffentlichen Stellen benötigen ist die Gebäudewertschätzung, das Kurzgutachten, ideal für Sie.

Mit der Gebäudewertschätzung erfahren Sie den Wert einer Immobilie oder Eigentumswohnung der aktuell auf dem Wohnungsmarkt als Verkaufs- bzw. Kaufpreis erzielt werden kann. Eine Gebäudewertschätzung ist genauso wie ein Gebäudewertgutachten immer unabhängig von Kaufs- oder Verkaufsinteressen - im Gegensatz zu einem Makler oder einem Verkaufsportal. Mit dieser objektiven Entscheidungshilfe vermeiden Sie (teure) Fehlentscheidungen - egal ob Sie verkaufen, kaufen, vererben oder verschenken wollen.

Was ist der Unterschied zwischen dem Gebäudewertgutachten und der Gebäudewertschätzung?

Die Wertermittlung in Form eines Gutachtens erfolgt gemäß den Vorgaben des Baugesetzbuches § 194. Sie sollte durchgeführt werden wenn Sie eine ausführlich begründete und nachvollziehbare Ermittlung des Marktwertes bzw. Verkehrswertes Ihrer Immobilie benötigen. Dies ist meist der Fall wenn Sie das Gutachten vor Gericht, bei der Voralge bei Ämtern und Behörden (Finanzamt) benötigen.

Die Gebäudewertschätzung ist ein Kurzgutachten was ebenfalls unter der Anwendung der erlassenen Wertermittlungsrichtlinien erstellt wird. Das Kurzgutachten kann immer dann durchgeführt werden wenn keine Verkehrswertermittlung gemäß Baugesetzbuch § 194 notwendig ist. Das Kurzgutachten eignet sich ideal für alle privaten und sonstigen Zwecke.

Durch die unterschiedlichen Anforderungen ergeben sich auch deutliche Unterschiede im Aufwand für den Gutachter: Bei einem Gebäudewertgutachten wird das Grundstück mit  allen darauf befindlichen baulichen Anlagen detailliert beschrieben. Diese detaillierte Beschreibung umfasst rund 30 Seiten im Gutachten. Bei einem Kurzgutachten fällt diese weg und wird durch eine ca. dreiseitigen Erläuterungsbericht ersetzt.
Dieser Aufwandsunterschied erklärt auch die preisliche Differenz.

Warum sollte ich meine Immobilie vor einem Verkauf bewerten lassen?

Vielen fällt der Verkauf des eigenen Hauses schwer - emotionale Verbindungen lassen überzogene Preisvorstellungen aufkommen oder finanzielle Notlagen zwingen scheinbar zum Verkauf bei jedem Preis.

Bei solch einer wichtigen Entscheidung sollten Sie den tatsächlichen Wert der Immobilie kennen! Eine Wertermittlung ihres Hauses, ihrer Eigentumswohnung oder jeder anderen Immobilie bietet Ihnen Klarheit über den aktuell zu erzielenden Verkaufspreis. So gerüstet haben Sie auch beste Argumente - von unabhängiger Seite - für die Verkaufs- und Preisverhandlungen.

Bei Verkaufspreisen, die sehr häufig im 5-stelligen Bereich liegen, ist das Geld in ein Gutachten oftmals sehr gut investiert. Denn schon eine Veränderung des Preises um 1 Prozent kann die Investition in das Gutachten amortisieren.
Die Gebäudewertschätzung ist hier ideal - sie ist preisgünstig und liefert Ihnen alle notwendigen Informationen.

Warum sollte ich den Kaufpreis meiner Wunsch-Immobilie vor dem Kauf überprüfen lassen?

Der Hauskauf steht im Leben oft nur einmal an und stellt gleichzeitig auch die größte Anschaffung dar. Um solch eine Anschaffung meistern zu können, müssen die meisten Menschen Kredite aufnehmen, sich einschränken und/ oder einen Großteil ihres Guthabens investieren.
Verständlich, dass man hier kein Geld zu verschenken hat. Spart man sich den Gutachter spart man aber am falschen Ende. Bei Kosten von deutlich über 100.000,- € hat man schon ab einer Einsparung von 1% die Kosten für den unabhängigen Gutachter amortisiert.

Ein Kurzgutachten, die Gebäudewertschätzung, verrät ihnen den aktuellen Wert ihrer Immobilie, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach den rechtlichen Gegebenheiten und tatsächlichen Eigenschaften am Markt, zu erzielen ist.
Durch eine gezielte Innen- und Außenbesichtigung durch den Gutachter während des Ortstermins werden augenscheinliche Bauschäden vor Vertragsabschluss erkannt und die damit verbundenen Kosten für die Bauschadenssanierung auf der Grundlage von Erfahrungswerten ermittelt. Die zusätzlichen Investitionskosten sind damit vor dem Kauf bekannt und dienen somit zur Kaufpreisverhandlung mit dem Verkäufer.

Was ist die Grundlage für Ihre Immobilienbewertung?

Das Immobilienwertgutachten und die Wertschätzung für Gebäude basieren alle auf den gleichen Grundlagen:

  1. Verordnung über Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken (Immobilienwertermittlungsverordnung - ImmoWertV) vom 19. Mai 2010.

  2. Den Richtlinien für die Ermittlung der Verkehrswerte (Marktwerte von Grundstücken (Wertermittlungsrichtlinien – WertR 2006),
    in Verbindung mit;

  3. Der Richtlinie zur Ermittlung des Sachwerts (Sachwertrichtlinie – SW-RL)

  4. Der Richtlinie zur Ermittlung des Ertragswerts (Ertragswertrichtlinie – EW-RL)

Was ist der Grundbesitzwert?

Wenn Sie eine Immobilie erben, wird der Grundbesitzwert vom Finanzamt geschätzt. Sollte der vom Finanzamt ermittelte Verkehrswert der Immobilie über den gesetzlichen Freibeträgen (Ehepartner bis 500.000 €; Eltern, Großeltern bis 100.000 €; Geschwister oder ähl. bis 20.000 €) liegen muss Erbschaftsteuer gezahlt werden.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass der vom Finanzamt geschätzte Verkehrswert/ Gebäudewert zu hoch angesetzt wird und somit zu Ungunsten der Erben ausfällt. Folglich wird zu viel Erbschaftsteuer bezahlt. Um das zu vermeiden empfiehlt es sich immer den vom Finanzamt geschätzten Verkehrswert durch ein Immobiliengutachten überprüfen zu lassen.
Schon bei geringen Korrekturen des Grundbesitzwertes amortisiert die Senkung der Erbschaftssteuer die in ein Verkehrswertgutachten investierten kosten.

Was versteht man unter einem „normalen Einfamilienhaus“?

Ein „normales Einfamilienhaus“ besteht aus:

  • z. B. Kellergeschoß, Erdgeschoß, Obergeschoß oder Dachgeschoß und
  • steht auf einem Flurstück,
  • hat ein Baujahr,
  • hat keine weiteren An- oder Vorbauten oder sonstige zusätzlichen baulichen Anlagen auf dem Grundstück,
  • hat keine Belastungen durch Rechte (Wohnungs-, Nießbrauch-, Wege- oder Leitungsrecht usw.
  • hat keine objektspezifische Bauteile (z. B. Balkon, Dachaufbau usw.)
  • hat keine besonderen Ausbaustandart (z. B. Kellerausbau, Einliegerwohnung oder ähnliches.)
  • hat keine besonderen Betriebseinrichtungen (z. B. Alarmanlage, Lüftungsanlage oder ähnliches.)

Der Gutachter

Auf über 30 Jahre Erfahrung in der Immobilienbranche kann der unabhängige Gutachter Jörg Lauer zurückblicken. Diese Erfahrung ermöglicht es dem Immobiliensachverständigen Jörg Lauer aus Losheim am See für jede Immobilie - Einfamilienhaus (EFH), Doppelhaushälfte (DHH), Reihenhaus aber auch Eigentumswohnungen - im Saarland und im angrenzenden Kreis Trier-Saarburg eine objektive und solide Bewertung für Investitions-, Kauf- oder Verkaufsentscheidung abzugeben. Ein Immobilienwertgutachten kann auch für behördliche oder steuerliche Zwecke relevant sein.

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